zurück zu index

 

"WIR HABEN ALLE DEN SELBEN VATER UND DIE SELBE MUTTER"

MENSCHwerdung

Aus Mensch wird der MENSCH

I

EINSSEIN

URSPRUNG

 

VERGANGENHEIT IST REINIGUNG -GEGENWART IST SELBSTHINGABE- ZUKUNFT IST HEILIGE HOCHZEIT

Quelle Antwort der Engel

DER NEUE MENSCH EIN KIND OHNE ELTERN BRINGT SICH SELBST HERVOR

"Der, der mit seinen Händen arbeitet, ist ein Arbeiter.

Der, der mit seinen Händen und mit seinem Kopf arbeitet, ist ein Handwerker.

Der, der mit seinen Händen, seinem Kopf und seinem Herzen arbeitet, ist ein Künstler."  

Franz von Assisi

 

HIER KOMMT GOETHE so AKTUELL WIE NIE ZUVOR

Eins und Alles

Im Grenzenlosen sich zu finden,

Wird gern der Einzelne verschwinden,

Da löst sich aller Überdruß;

Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,

Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen

Sich aufzugeben ist Genuß.

Weltseele, komm' uns zu durchdringen!

Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen

Wird unsrer Kräfte Hochberuf.

Teilnehmend führen gute Geister,

Gelinde leitend, höchste Meister,

Zu dem, der alles schafft und schuf.

Und umzuschaffen das Geschaffne,

Damit sich's nicht zum Starren waffne,

Wirkt ewiges lebend'ges Tun.

Und was nicht war, nun will es werden

Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,

In keinem Falle darf es ruhn.

Es soll sich regen, schaffend handeln,

Erst sich gestalten, dann verwandeln;

Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allen:

Denn alles muß in Nichts zerfallen,

Wenn es im Sein beharren will.

 

Bild von Eva Gottwald

 

Johann Wolfgang von Goethe

Weltseele

Verteilet euch nach allen Regionen
Von diesem heilgen Schmaus!
Begeistert reißt euch durch die nächsten Zonen
Ins All und füllt es aus!

Schon schwebet ihr in ungemeßnen Fernen
Den selgen Göttertraum,
Und leuchtet neu, gesellig, unter Sternen
Im lichtbesäten Raum.

Dann treibt ihr euch, gewaltige Kometen,
Ins Weit und Weitr hinan;
Das Labyrinth der Sonnen und Planeten
Durchschneidet eure Bahn.

Ihr greifet rasch nach umgeformten Erden
Und wirket schöpfrisch jung,
Daß sie belebt und stets belebter werden
Im abgemeßnen Schwung.

Und kreisend führt ihr in bewegten Lüften
Den wandelbaren Flor
Und schreibt dem Stein in allen seinen Grüften
Die festen Formen vor.

Nun alles sich mit göttlichem Erkühnen
Zu übertreffen strebt;
Das Wasser will, das unfruchtbare, grünen,
Und jedes Stäubchen lebt.

Und so verdrängt mit liebevollem Streiten
Der feuchten Qualme Nacht;
Nun glühen schon des Paradieses Weiten
In überbunter Pracht.

Wie regt sich bald, ein holdes Licht zu schauen,
Gestaltenreiche Schar,
Und ihr erstaunt, auf den beglückten Auen,
Nun als das erste Paar,

Und bald verlischt ein unbegrenztes Streben
Im selgen Wechselblick.
Und so empfangt mit Dank das schönste Leben
Vom All ins All zurück.

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

Diese Seite wird gestaltet und verwaltet, gehegt und gepflegt von Eva Gottwald ,

Urheberrechtlich geschützt